“Hei­lig ist etwas, wenn etwas Hei­len­des geschieht“, sagt der Buch­au­tor Pierre Stutz in einem Inter­view mit den Salz­bur­ger Nachrichten.

Der Autor beschreibt in sei­nem Buch Zorn als Signal, das uns auf­ruft, die­sen Impuls in eine hei­len­de Rich­tung zu len­ken. Seit er sich erlaubt, zu sagen “ich bin wütend”, ist der Sta­chel weg, natür­lich immer in der Hal­tung, dass er Wut und Zorn nicht ein­fach aus­le­ben kann, weil er dann sehr schnell sich selbst und ande­re verletzt.

Ob er sei­nen Zorn einem ande­ren Men­schen gleich hin­sa­gen kann oder will hängt für Pierre Stutz sehr stark von der Bezie­hung zum ande­ren ab: “Wenn die­se auf einem guten Fun­da­ment steht, müss­te es drin­nen sein, dass ich mei­nen Zorn auch unmit­tel­bar artikuliere“.

Wir haben uns gefragt, wie denn das in unse­rer Ehe ist. Steht unse­re Bezie­hung auf einem so guten Fun­da­ment, dass wir unse­ren Ärger, Wut oder Zorn dem andern gleich hin­sa­gen können?

Wir den­ken ja, denn bei Mar­ria­ge Encoun­ter haben wir eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form ken­nen­ge­lernt, wo wir auch sol­che schwe­ren Gefüh­le unmit­tel­bar aus­spre­chen kön­nen, ohne den ande­ren dafür ver­ant­wort­lich zu machen. Wir behaup­ten nicht, dass uns das immer gelingt, aber wir ver­su­chen es immer wie­der – und das hat ein­deu­tig eine neue Qua­li­tät in unse­re Bezie­hung gebracht.  Und wir kön­nen jetzt ohne schlech­tes Gewis­sen sagen, dass auch Wut und Zorn ganz zu uns gehören.

Karin und Lois

 

“Lass dich nicht im Stich. Die spi­ri­tu­el­le Bot­schaft von Ärger, Zorn und Wut”, 
von Pierre Stutz,
erschie­nen im Ver­lag Patmos