Wir haben bei Marriage Encounter unter anderem die Liebessprachen kennengelernt. Diese sind:

  • Lob und Anerkennung – materielle Geschenke,
  • Zweisamkeit,
  • Hilfsbereitschaft,
  • Zärtlichkeit und Sexualität,
  • einander Geschenk sein.

In unserem täglichen Zusammenleben ist das Wissen um diese Sprachen der Liebe sehr hilfreich. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, wie sich unsere Liebessprachen auf unsere Beziehung auswirken.

Veronika:
Als ich das erste Mal von den Liebessprachen gehört habe, war ich erstaunt, dass Manfreds Hilfsbereitschaft ganz wesentlich damit zu tun hat, dass er mir seine Liebe zeigen will. Seither berührt es mich oft zutiefst, mit welcher Hingabe Manfred für mich da ist, mich unterstützt, wo immer ich ihn brauche – sei es dass er meist alles einkauft, alles repariert, was kaputtgeht, wenn nötig kocht und auch die Küche sauber macht. Ich bin wirklich begeistert, wie hilfreich es für unsere Beziehung ist, dass ich Manfreds Tun nicht als Selbstverständlichkeit sehe, sondern als Liebeszeichen.

Ebenso habe ich damals erfahren, dass meine bevorzugte Liebessprache die  Zweisamkeit ist. Nach und nach habe ich gelernt, mein Bedürfnis nach Zweisamkeit auszusprechen bzw. seit Manfred das weiß, lädt er mich öfter zu gemeinsamen Unternehmungen ein oder er nimmt sich Zeit, mit mir beim Frühstück und Mittagessen länger zu plaudern. Besonders liebe ich es, wenn wir auf der Terrasse sitzen und uneingeschränkte Zeit füreinander haben. Von Manfred ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen erfüllt mich und ich bin sehr dankbar dafür. So ist Manfred das größte Geschenk für mich und ich bin glücklich, dass ich ihn immer wieder als solches für mich empfinden kann. Ich bin sehr dankbar, dass mein Wunschtraum nach einem friedvollen, achtsamen, wertschätzenden Miteinander täglich für mich spürbar ist.

Manfred:
Meine bevorzugte Liebessprache ist die Hilfsbereitschaft, die ich Veronika gerne schenke. Das tut mir selbst gut und macht mir Freude. Ich versuche Veronika zu unterstützen, wo immer sie meine Hilfe braucht. Wenn ich merke, dass sie eine Aufgabe allein nicht erfüllen kann, macht es mich glücklich, für sie da zu sein. Veronikas Liebessprache, die Zweisamkeit, kenne ich ganz gut, doch gelingt es mir nicht immer, mich darauf einzulassen. Ich fühle mich dabei bedrückt, wenn ich merke, dass ich ihren diesbezüglichen Wünschen nicht nachkommen kann.       Wenn es mir aber möglich ist, spüre ich, dass wir einander Geschenk sind. Die Freude aneinander macht mich begeistert und offen.

Uns ist bewusst geworden, dass wir in unserer Beziehung ständig in unterschiedlichen Liebessprachen kommunizieren, aber die „bevorzugte Liebessprache“ hauptsächlich sprechen. Durch sie zeigen wir unsere Liebe und wollen auch so geliebt werden.

Veronika und Manfred