Kürz­lich haben wir uns wie­der ein­mal bewusst gemacht, was wir im all­täg­li­chen Leben alles “unter einen Hut” brin­gen müs­sen: Die Arbeit, den Haus­halt, den Gar­ten, die Kin­der, die Unter­stüt­zung der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Eltern, die Hob­bies, die sport­li­chen Betä­ti­gun­gen, die Auf­ga­ben in Ver­ei­nen und Ehren­amt, usw., usw.

Wenn so vie­les Platz haben muss, wo bleibt dann noch Zeit für uns als Paar?

Als wir frisch ver­liebt waren, haben wir die­se Zeit noch ganz selbst­ver­ständ­lich gefun­den. Spä­ter hat es für eine  “Aus­zeit zu zweit” oft eine Ent­schei­dung gebraucht, damit wir zwei uns nicht ver­lie­ren. Im Lauf der Jah­re haben wir immer wie­der Ent­schei­dun­gen getrof­fen, die uns gemein­sam sehr gut getan haben:

  • Wir haben z.B. den defek­ten Fern­se­hen nicht aus­ge­tauscht son­dern abge­mel­det und leben seit­her ohne Fern­se­her. Das schafft uns am Abend noch Raum für Gespräche.
  • Wir neh­men  uns jedes Jahr ein paar Tage Zeit für einen klei­nen Urlaub zu zweit (auch schon, als unse­re Kin­de noch klein waren).
  • Eini­ge Male haben wir auch einen Tanz­kurs besucht und dann zuhau­se noch geprobt. Beim Tan­zen erle­ben wir viel Ver­bun­den­heit und kön­nen uns gut spüren.
  • Unse­rer Bezie­hung hat auch aus­ge­spro­chen gut­ge­tan, dass wir an ver­schie­de­nen Paar-Semi­na­ren teil­ge­nom­men haben. Das hat uns viel gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis und Nähe gebracht.
  • Auch wenn einer von uns allei­ne eine Ver­an­stal­tung  besucht oder sport­li­che Aben­teu­er erlebt, dann set­zen wir uns danach  zusam­men und erzäh­len uns, was wir erfah­ren haben und was uns bewegt hat.

Unse­re Kin­der sind heu­te schon groß. Im Rück­blick war es ganz ent­schei­dend, dass wir nicht nur ihnen unse­rer gan­ze Lie­be geschenkt haben, son­dern dass wir immer ver­sucht haben, uns auch als Paar zu spüren.
Das ist nicht ego­is­tisch son­dern lebens­not­wen­dig, denn “wenn es den Eltern gut geht, geht es auch den Kin­dern gut” — so unse­re gemein­sa­me Überzeugung.

Karin und Lois