Diesen Ausspruch haben mein Mann und meine Kinder öfters von mir gehört. Oft habe ich es mir auch nur gedacht.  Im Grunde genommen wollte ich eine Wertschätzung für ein selbstbereitetes Mittagessen. Doch mit dem Einfordern ist das erhoffte Lob meist nur halbherzig ausgesprochen worden oder ist gänzlich ausgeblieben. Das hat mich immer wieder frustriert und ich habe beim Kochen öfter Unlust gespürt. – Das wollte ich ändern!

Aber – was tun?

In dem Buch „Weil i di mog“ von Toni Fiung habe ich den Hinweis gefunden: Rituale geben Halt und Sicherheit und haben eine ermutigende und verbindende Wirkung.

So haben wir ein kleines „Danke – Ritual“ bei Tisch eingeführt. Wir überlegen gemeinsam, woher die Speisen kommen. Wie viele Menschen haben dazu beigetragen, damit wir in den Genuss dieser Mahlzeit kommen? Meist zählen wir alle auf: vom Bauern, dem Gemüsegärtner bis zum Verkäufer. Zum Schluss höre ich meist noch eine besondere Wertschätzung für die Köchin. Das lässt mein Herz jedes Mal wahrlich höherschlagen!

Wir haben die Erfahrung gemacht: Sogar ein einfaches Gericht – bewusst verzehrt – kann in dankbarer Haltung zu einem kulinarischen Erlebnis werden.

Angelika